Einzeltherapie

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Einzeltherapie

Der Schwerpunkt unserer Behandlung liegt auf der Einzeltherapie. Das therapeutische Vorgehen entspricht einem Problemlösungsprozess: Der Patient durchläuft verschiedene Phasen der Veränderung und der Entwicklung, was dem Prozessmodell von Kanfer entspricht:

Nach der Bildung einer kooperativen Patient-Therapeut-Beziehung, dem Aufbau von Motivation und der Auswahl von Änderungsbereichen wird mit dem Patienten ein funktionales Bedingungsmodell erarbeitet, werden die Therapieziele vereinbart und die therapeutischen Interventionen ausgewählt.

Die Methoden entsprechen den wissenschaftlich-lerntheoretischen Erkenntnissen und beinhalten das gesamte Spektrum moderner Verhaltenstherapie (u.a. Selbstmanagementtechniken, kognitive Verfahren, Expositionsverfahren, Schematherapie Achtsamkeitstraining/MBSR, Expositionsverfahren und Biofeedbacktherapie).
Häufig werden diese ergänzt durch Familien- und Partnergespräche und durch eine medikamentöse Behandlung.

Ziele und Verlauf Ihrer Einzeltherapie in der Klinik Windach

Selbstbestimmt leben und entscheiden, sich frei von Ängsten oder Zwängen entfalten können – das sind die obersten Zielsetzungen einer Einzeltherapie in der Klinik Windach. Dies gelingt, indem wir Ihnen Methoden an die Hand geben, die es Ihnen ermöglichen, auf die herausgebildete Symptomatik und auf eine dauerhafte therapeutische Intervention verzichten zu können.

In der Einzeltherapie lernen Sie in vier Phasen, sich von Ihrer Symptomatik zu befreien. Grob lässt sich folgende Einteilung skizzieren, wobei die einzelnen Phasen von unterschiedlicher Dauer sind:

• In Phase 1 lernen Sie und Ihr Therapeut einander kennen, mit dem Ziel eine Vertrauensbasis als Grundlage der gemeinsamen Arbeit aufzubauen.

• In Phase 2 arbeiten Sie daran, Ihren Wunsch nach Veränderung klar in den Blick zu nehmen. Was wollen Sie ändern? Warum? Was würde es für Sie bedeuten, wenn keine Veränderung einträte? Hier legen Sie die konkreten Themen fest, an denen Sie arbeiten wollen. Und Sie erwerben die Motivation, die es braucht, um an diesem Wunsch während der gesamten Therapie festzuhalten. Darüber hinaus setzten Sie sich damit auseinander, was einen Heilungsprozess behindern könnte, legen konkrete Behandlungsziele fest. Der Therapeut und das ihm zur Seite stehende Team erstellen dann einen auf Ihre Problematik abgestimmten Therapieplan

• In Phase 3 wird der Therapieplan umgesetzt. Nun beginnt die eigentliche Therapiephase, deren Erfolg wir durch beständige Evaluation und Überprüfung absichern.

• Die Therapie endet, wenn Sie die festgelegten Behandlungspläne erreicht haben. In der Endphase 4 erfolgt ein Rückblick auf das Erreichte und ein Vorausblick, wie Sie den Alltag zukünftig ohne therapeutische Begleitung meistern können.

Einzel- oder Gruppentherapie – was ist besser für mich?

Therapien werden in der Regel als Einzel- oder Gruppentherapie verordnet. Das erweckt zuweilen den Eindruck, als würden beide Therapieformen in einer Art Wettstreit miteinander stehen. Tatsächlich ist dies nicht der Fall, weshalb Sie sich in der Klinik Windach nicht für eine Einzeltherapie oder eine Gruppentherapie entscheiden müssen. Stattdessen bieten wir Ihnen eine sinnvolle Kombination an, die die Intensität der Auseinandersetzung und die Heilungschancen günstig beeinflusst.

In der Einzeltherapie haben Sie Gelegenheit, sich mit dem Therapeuten ganz auf Ihre Problematik, Ihre Zielsetzungen und individuelle Anteile der Krankheitsgeschichte zu fokussieren. Hier erwerben Sie zudem eine Art Grundvertrauen und die persönliche Motivation, sich zu öffnen und Heilung anzustreben.

Gerade für Menschen, zu deren Krankheitssymptomatik der soziale Rückzug zählt, ist es jedoch von besonderem Vorteil, wenn Sie zusätzlich an einer Gruppentherapie teilnehmen. Hier findet die Auseinandersetzung nicht allein mit einer Person statt, also in einer Ausnahmesituation, sondern mit Menschen, die unterschiedliche Vorstellungen, Erfahrungen und Blickrichtungen beisteuern.

In der Gruppe erleben die meisten unserer Patienten nach langer Zeit, wie hilfreich es sein kann, den Austausch mit anderen zu pflegen, ohne sich dabei verstellen zu müssen. Wie haben andere Betroffene die Krankheit und die damit verbundenen Symptome erlebt? Wie gehen sie mit persönlichen Beziehungen oder mit beruflichen Problemen um? Wie lassen sich Konflikte aushalten? Wie gelingt es, Scham, Angst, selbstzerstörerische Verhaltensweisen zu ändern?

Dabei ist Ihre Teilnahme an der Gruppentherapie nicht nur für Sie selbst wichtig. Auch die anderen Gruppenmitglieder profitieren davon. So lernen Sie, sich selbst nicht mehr nur als Opfer oder als „Betroffenen“ einzuordnen. Sie erfahren auch, dass Sie – mit all Ihren Fehlern, Schwächen und Ängsten – ein wichtiges Glied dieser Gesellschaft sind, was den Wunsch, wieder autark und selbstbestimmt daran teilhaben zu können, weiter verstärkt.

Alles in allem lautet die Fragestellung in der Klinik Windach daher nicht: Einzeltherapie oder Gruppentherapie – was ist besser für mich? Sondern: Wie lassen sich Einzeltherapie und Gruppentherapie für Ihren Heilungsprozess am sinnvollsten kombinieren?

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