Medizinische Behandlung

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Medizinische Behandlung

Die Behandlung psychosomatischer Erkrankungen erfordert neben einer qualifizierten Psychotherapie auch die kompetente Behandlung akuter und chronischer körperlicher Erkrankungen.

Die für Diagnostik und Therapie dieser Erkrankungen nötigen organisatorischen und apparativen Voraussetzungen haben wir in unserer Medizinischen Zentrale konzentriert. Die Patienten finden hier rund um die Uhr einen Ansprechpartner bei medizinischen Notfällen, erhalten die verordneten Medikamente wie auch eine weitergehende medizinische Versorgung (Infusionen, Injektionen, Verbände usw.).

Unser fachärztlich geleitetes medizinisches Team kann auf eine breite Palette apparativer Untersuchungsmöglichkeiten zurückgreifen: EKG, Langzeit-Blutdruckmessungen, Farbduplex-Sonographie (Ultraschalluntersuchung), externes Labor sowie Bedside-Tests (sog. patientennahe Sofortdiagnostik).

Selbstverständlich steht auch eine Notfalleinheit für die Akutversorgung schwer körperlich erkrankter Patienten zur Verfügung. Bei darüber hinausgehenden medizinischen Problemen kooperieren wir eng mit den umliegenden Krankenhäusern und Fachärzten.

Einsatz von Psychopharmaka als somatische Therapie in der Klinik Windach

Unter dem Begriff Psychopharmaka werden Medikamente zusammengefasst, mit denen sich psychische und psychosomatische Erkrankungen lindern lassen. Dazu gehören beispielsweise

• Antidepressiva,
• Antipsychotika,
• Sedativa,
• Stimulantia.

Ob und in welcher Form die Einnahme von Psychopharmaka überhaupt erforderlich ist, besprechen Sie ebenfalls mit einem erfahrenen Arzt. In der Klinik Windach folgen wir dem Prinzip: So wenig wie möglich, so viel wie gerade eben erforderlich. Damit schaffen wir für Patienten in akuten Notsituationen die Möglichkeit, überhaupt an den weiteren therapeutischen Maßnahmen teilnehmen zu können.

Patienten, die bereits vor Therapiebeginn in der Klinik Windach Psychopharmaka verschrieben bekamen, haben zudem die Gewissheit, dass wir die Dosierung beständig optimieren – mit dem Ziel, die Notwenigkeit der Einnahme zu minimieren bzw. zu revidieren. Dabei folgen wir streng wissenschaftlichen Standards und haben stets auch die individuellen Faktoren im Blick.

Psychopharmaka verantwortungsbewusst nutzen

Als Ärzte und Therapeuten sind wir uns der hohen Verantwortung für das Wohl unserer Patienten bewusst. Wir verstehen, dass viele Menschen der Verschreibung von Psychopharmaka mit Skepsis begegnen. Und wir begrüßen es, wenn unsere Patienten ihre Krankheitssymptome nicht „wegmachen“ oder irgendetwas schlucken wollen, damit „das aufhört“. Das gilt übrigens für Naturheilmittel ebenso wie für Psychopharmaka. Denn wir streben Heilung an, nicht das Überdecken von Symptomen.

Wir unterstützen Sie also in jeder Hinsicht in dem Versuch, ohne dauerhafte Einnahme von Medikamenten, gleich welcher Art, durchs weitere Leben zu gehen. Als verantwortungsbewusste Therapeuten wissen wir aber eben auch, dass gefürchtete Schäden durch Psychopharmaka in der Regel nur dort auftreten, wo die Dosierung, die Auswahl des Medikaments oder die Art der Einnahme nicht nach wissenschaftlichen Standards erfolgten. Einige unserer Patienten stehen zudem unter einem so hohen Leidensdruck, dass eine vorübergehende Pharmakotherapie zeitweilig als die bessere, sinnvollere Wahl erscheint und die Teilnahme an unseren weiteren Therapieangeboten erst ermöglicht.

Entscheiden Sie sich gemeinsam mit Ihrem Arzt oder Therapeuten daher für einen Therapieplan, der auch die Einnahme von Psychopharmaka umfasst, können Sie sicher sein, dass wir mit minimalen Dosierungen arbeiten und beständig die Effektivität und die körperlichen Auswirkungen des Medikaments im Blick haben. Dadurch, dass wir unsere Patienten täglich im geschützten Umfeld der Klinik sehen, können wir die Wirkung der Medikamente beobachten und auf Nebenwirkungen unmittelbar reagieren. Sollten also im Einzelfall unerwünschte Effekte auftreten, werden wir sofort reagieren und die medikamentöse Therapie entsprechend anpassen.

Gleiches gilt für die Phase, in der Sie Psychopharmaka wieder absetzen. Etwa die Hälfte der Patienten, die über einen länger währenden Zeitraum ein Antidepressivum eingenommen haben, zeigt nach dem Absetzen Symptome, die der ursprünglichen Erkrankung nahekommen.

Sinnbildlich gesprochen hat das Medikament Ihrem Körper bis zu diesem Zeitpunkt einen Teil der therapeutischen Arbeit abgenommen. Es ist daher nur schlüssig, dass Sie sich nach dem Absetzen auch mit diesen Anteilen noch auseinandersetzen müssen. Der Prozess erfolgt daher in Form eines „Ausschleichens“ und in beständiger Rückkoppelung zu einem erfahrenen Arzt oder Therapeuten, sodass Sie sich an das neue Leben ohne Medikamente gewöhnen und alle eventuell auftretenden Befürchtungen jederzeit besprechen können.

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