Sport- und Physiotherapie

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Sport- und Physiotherapie

Der therapeutische Nutzen der Sporttherapie ist nicht nur in der körperlichen Medizin, sondern auch bei psychischen Erkrankungen gut nachgewiesen. Mit dem „Basisprogramm Sport“ wird in unserer Klinik ein Therapiekonzept angeboten, das über die motorischen Grundeigenschaften Kraft und Ausdauer sowohl körperliche als auch psychische Wirkungen erzielt. Jeder Patient erhält mit diesem Programm die Möglichkeit, aus einer Vielfalt von Trainingsangeboten sich ein für ihn individuell angepasstes Trainingsprogramm erstellen zu lassen, welches in seine Therapie eingebettet wird.

Durch das breit gefächerte Angebot in verschiedenen Intensitätsbereichen sind für jeden Teilnehmer geeignete Trainingsmaßnahmen vorhanden, so z.B beim Walking, im Kurs „Gesunder Rücken“ oder in der „Sanften Wirbelsäulengymnastik“, bei der Wassergymnastik oder bei einem gezielten Gerätetraining mit medizinischem Coaching. Die sportlichen Aktivitäten tragen nicht nur zur Tagesstrukturierung und Aktivierung bei, sondern auch zu besserer körperlicher Belastbarkeit und zum Wiedergewinnen körperlicher Kraft, zum Aufbau von Fitness und zum Spannungsabbau. Bewegung und körperliche Anstrengung werden wieder als angenehm und befreiend erlebt und nicht mehr als erschöpfend oder bedrohlich. Sie unterstützen so den psychischen Heilungsprozess.

Die Dauer der einzelnen Trainingseinheiten und deren Anzahl pro Woche sind so gestaltet, dass während des Aufenthaltes in unserer psychosomatischen Klinik eine solide konditionelle Grundlage auch für ein weiterführendes Programm für die Zeit nach der Entlassung geschaffen werden kann

Mit dem „Basisprogramm Sport“ orientiert sich die Psychosomatische Klinik Windach am aktuellen Stand wissenschaftlicher Erkenntnisse. Neben altbekannten körperlichen Effekten wie z.B. Fettstoffwechselverbesserung oder Muskelkräftigung werden durch körperliche Aktivierung zusätzlich Immunsystem, Schmerztoleranz, Angstempfinden, Stimmungslage und kognitive Leistungsfähigkeit positiv beeinflusst.

Alle Formen der Sporttherapie dienen als Ergänzung unserer anderen Therapiemethoden und werden bei zahlreichen psychischen Erkrankungen eingesetzt. Hierzu zählen unter anderem Depressionen, Burnout-SyndromSchmerzstörungenAngststörungen und Persönlichkeitsstörungen.

Bei gravierenden körperlichen Beschwerden kann zusätzlich zum Basisprogramm Sport eine ergänzende physikalische oder physiotherapeutische Behandlung erforderlich sein. Diese wird im engen Kontext zur körperlichen Aktivierung durchgeführt. Ziel ist die nachhaltige Förderung aktiver Verhaltensweisen, die es dem Betroffenen ermöglichen, durch eigene Maßnahmen eine langfristige Linderung oder Heilung der körperlichen Symptomatik zu bewirken.

Allerdings führen wir keine postoperative oder rehabilitative Physiotherapie durch.

Sport- und Physiotherapie als sinnvolle Ergänzung zur Psychotherapie in der Klinik Windach

Psychosomatische Erkrankungen manifestieren sich immer auch körperlich. Angespannte Muskeln, heruntergezogene Schultern, der Versuch, Schmerzen in bestimmten Körperpartien zu vermeiden, oder eine Haltung, die es verhindert, frei durchzuatmen, verstärken die jeweilige Symptomatik.

Um diese körperlichen Manifestationen auszugleichen und den Heilungsprozess insgesamt anzuregen, sind verschiedene Übungen das geeignete Mittel. Ein anschauliches Beispiel hierfür liefern Panikattacken, die mit einem Gefühl der Atemnot einhergehen. Während die Betroffenen für rationale Argumente in solchen Momenten nicht zugänglich sind, können körperliche Übungen ihnen helfen, die Angst hervorrufenden körperlichen Symptome zu mildern.

Sport- und Physiotherapie ist aber auch dort heilsam, wo die direkten Auswirkungen weniger klar zu erkennen sind. Typische Begleiter von Depressionen und Burn-out sind beispielsweise der soziale Rückzug und die Bewegungsvermeidung. Sport, Spannungsabbau und die Konzentration auf den Körper helfen, akute Phasen der Depression zu überwinden.

Körper- und Physiotherapie ermöglichen es den Betroffenen, ihren Körper neu wahrzunehmen und gewünschte sowie mögliche Veränderungen auf anderem Weg herbeizuführen. In der Gemeinschaft mit anderen erfahren die Patienten zudem, sich so zu zeigen und anzunehmen, wie sie in diesem Moment eben sind – ohne moralisches Werturteil oder falsche Scham.

Zu guter Letzt lassen sich auch chronische Schmerzen und die daraus resultierenden Folgeerkrankungen durch verschiedene Übungen mildern. Einseitige Belastungen aufgrund des Versuchs der Schmerzvermeidung werden ausgeglichen, Atem- und Entspannungsübungen helfen, den Schmerz schon auf dem Heilungsweg zu begrenzen.

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