Vor der ersten Tour beschäftigt kaum eine Frage unsere Gäste so sehr wie die nach der Kälte des Wassers. Realistisch liegen die Werte in den Gebirgsbächen des Allgäus und der angrenzenden Alpenregionen je nach Jahreszeit meist zwischen rund 8 und 15 Grad, im Frühjahr durch nachlaufendes Schmelzwasser am unteren, im Spätsommer am oberen Ende dieser Spanne. Zum Vergleich erreicht ein Freibad etwa 24 Grad. Dank Neoprenausrüstung, die bei jeder purelements-Tour im Preis enthalten ist, bleibt diese Temperatur während der gesamten Saison von Frühjahr bis Herbst gut beherrschbar. Wir ordnen die Werte ein und erklären, wie sich das Wasser in der Praxis anfühlt.
Warum sich kaltes Wasser wärmer anfühlt als gedacht
Nach dem ersten Kontakt mit dem Wasser übernimmt der Neoprenanzug die Hauptarbeit, denn er schließt eine dünne Wasserschicht ein, die sich durch Körperwärme erwärmt und isolierend wirkt. Gleichzeitig produziert Dein Körper beim Canyoning permanent Wärme, weil Klettern, Gehen, Rutschen und Schwimmen einander abwechseln und kaum längere Stillstandsphasen entstehen. Die meisten Gäste berichten nach der Tour, dass die Temperatur eine deutlich kleinere Rolle spielte als erwartet; der kurze Frischemoment beim Eintauchen gehört zum Erlebnis und weicht nach wenigen Augenblicken einem stabilen, neutralen Wärmegefühl, das über die gesamte Tour anhält. An heißen Sommertagen kehrt sich der Effekt sogar um, dann wird die kühle Schlucht zur angenehmsten Umgebung weit und breit. Unsere Guides achten zusätzlich auf die Gruppe, planen Bewegungsphasen nach Schwimmpassagen ein und passen das Tempo an, denn Zeitdruck kennt unsere Tourphilosophie nicht. Welche Ausrüstungsteile im Einzelnen gestellt werden und wie eine Tour abläuft, beschreibt die Seite zum Canyoning-Klassiker Starzlachklamm bei Sonthofen.
Temperatur im Saisonverlauf und Tipps für empfindliche Gäste
Im Jahresverlauf verändert sich die Wassertemperatur spürbar. Zum Saisonstart im Frühjahr drücken Schmelzwasser vom Grünten und den umliegenden Bergen die Werte nach unten, wodurch Touren intensiver und wilder wirken; sportliche Gäste schätzen genau diese Phase. Über den Sommer erwärmen sich die Bäche allmählich, und im September zeigen sich häufig die mildesten und stabilsten Verhältnisse der Saison. Kälteempfindlichen Teilnehmerinnen und Teilnehmern empfehlen wir drei einfache Maßnahmen: ein ausgiebiges Frühstück vor der Tour, weil ein gut versorgter Körper langsamer auskühlt, ein dünnes Funktionsshirt unter dem Neoprenanzug sowie trockene Wechselkleidung für die Zeit danach. Kinder kühlen aufgrund ihrer geringeren Körpermasse grundsätzlich schneller aus als Erwachsene, weshalb unsere Family-Tour auf die Bedürfnisse von Kindern ab 6 Jahren abgestimmt ist und kürzere Wasserphasen vorsieht. Mit über 25 Jahren Erfahrung wissen unsere Guides genau, wann eine Gruppe Bewegung braucht und wann eine kurze Pause an einem sonnigen Platz gut tut. Für Familien bündelt die Seite zum Familien-Canyoning im Allgäu alle Informationen zur kindgerechten Tourvariante.
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