Dem Weg des Wassers durch eine Schlucht zu folgen, von oben nach unten, mit allem, was Fels und Fluss dafür verlangen: Auf diese Grundidee lässt sich Canyoning zurückführen. Unterwegs wechseln sich Gehen und Klettern mit Schwimmen, natürlichen Felsrutschen, freiwilligen Sprüngen und dem Abseilen an Wasserfällen ab, wodurch alpiner Bergsport und Wassersport zu einer ganzheitlichen Disziplin verschmelzen. Entstanden aus der Schluchtenerkundung in den Alpen und Pyrenäen, hat sich der Sport weltweit etabliert, und das Allgäu zählt mit Schluchten wie der Starzlachklamm zu den zugänglichsten Einsteigerregionen im deutschsprachigen Raum. Wir erklären Techniken, Reiz und den passenden Einstieg.
Die Techniken: vom Gehen im Blockgelände bis zum Abseilen
Vielseitigkeit macht den Kern dieses Sports aus, denn keine zwei Passagen einer Schlucht gleichen einander. Am Anfang stehen meist Gehen und Klettern über wassergeschliffenen Fels, dazwischen liegen Schwimmstrecken durch klare Gumpen, in denen der Neoprenanzug spürbaren Auftrieb liefert. Natürliche Felsrutschen, die das Wasser über Jahrtausende poliert hat, gehören zu den beliebtesten Elementen; in der Starzlachklamm bei Sonthofen bildet eine 18 Meter lange Rutsche das vielbeschriebene Finale der Tour, auf das sich viele Gäste den ganzen Tag freuen. Technisch anspruchsvoller wird es beim Abseilen, bei dem Du gesichert am Seil kontrolliert an Felsstufen oder direkt an Wasserfällen hinabgleitest; diese Technik üben unsere Guides vor jeder Tour in einer Trockenübung, bis die Abläufe sitzen. Sprünge in tiefe Becken runden das Repertoire ab und bleiben bei uns grundsätzlich freiwillig, weil für jede Stelle eine Alternative existiert. Wer diese Techniken zum ersten Mal erleben möchte, findet im Canyoning basic für Einsteiger das passende Format mit behutsamer Einführung in alle Bewegungsformen.
Reiz, Ursprung und der richtige Einstieg
Faszinierend wirkt Canyoning aus zwei Gründen, die sich gegenseitig verstärken. Erstens erschließt der Sport Orte, die auf keinem Wanderweg liegen, von engen Klammen mit einfallendem Licht bis zu Becken, deren Wasser an Karibikfarben erinnert; die als Geotop eingestufte Starzlachklamm zeigt im Fels sogar Fossilien und Versteinerungen seltener Krabben. Zweitens wächst jede Gruppe in der Schlucht zusammen, weil man einander hilft, sich anfeuert und Erfolgsmomente teilt. Historisch entwickelte sich der Sport aus der Schluchtenforschung in den Alpen und Pyrenäen, wo Pioniere unzugängliche Canyons mit Seiltechnik erkundeten; heute existieren international etablierte Standards der Fachverbände, an denen sich auch die Ausbildungen und Fortbildungen unserer Guides orientieren. Für den Einstieg empfehlen wir eine geführte Tour mit professionellem Anbieter, denn zertifizierte Guides, ein Betreuungsverhältnis von maximal 1:8, gestellte Edelrid-Ausrüstung und ein nach ISO 21101 zertifiziertes Sicherheitskonzept verwandeln das Naturabenteuer in ein kalkulierbares Erlebnis. Einen Überblick über sämtliche Schwierigkeitsgrade und Schluchten vermittelt unsere Seite zum Canyoning-Programm im Allgäu und Umgebung.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr InformationenSie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr Informationen













