Kein Ausrüstungsteil beeinflusst Dein Canyoning-Erlebnis so stark wie der Neoprenanzug. Gebirgsbäche im Allgäu führen auch im Hochsommer Wasser von meist rund 8 bis 15 Grad, und ohne Kälteschutz würde der Körper darin schnell auskühlen. Der Anzug hält Dich warm, polstert bei Rutschpassagen und gibt spürbaren Auftrieb beim Schwimmen. Bei purelements gehört der Neoprenanzug ebenso wie Helm, Gurt und spezielle Canyoning-Schuhe zur Inklusivausrüstung jeder geführten Tour; das Material stammt von unserem Partner Edelrid aus Isny und wird regelmäßig geprüft. Wir erklären, wie Neopren funktioniert, worauf es bei der Passform ankommt und welche Kleidung darunter sinnvoll ist.
So funktioniert Neopren im kalten Gebirgswasser
Physikalisch beruht die Wärmeleistung auf zwei Effekten. Zum einen schließt der eng anliegende Anzug eine dünne Wasserschicht zwischen Material und Haut ein, die sich durch Deine Körperwärme erwärmt und wie eine isolierende Hülle wirkt. Zum anderen enthält das Neopren selbst unzählige feine Gasbläschen, die den Wärmeverlust nach außen bremsen. Beide Effekte zusammen halten Dich auch bei längeren Schwimmpassagen in Wasser von unter 15 Grad angenehm warm, während die permanente Bewegung beim Klettern, Gehen und Rutschen zusätzliche Wärme erzeugt. Ein weiterer Nutzen wird oft unterschätzt, denn das Material polstert Stöße an Felskontaktstellen ab und erzeugt Auftrieb, der Dich beim Schwimmen höher im Wasser hält und Kraft spart. Entscheidend für all das ist die Passform, weil ein zu weiter Anzug Wasser zirkulieren lässt und dadurch Wärme verliert; unsere Guides helfen deshalb bei der Ausgabe, bis die Größe wirklich stimmt. Wie eine komplette Tour vom Umziehen bis zum Abschlussfoto abläuft, zeigt unsere Seite zum Canyoning basic für Einsteiger.
Die richtige Kleidung unter dem Anzug
Unter das Neopren gehört in erster Linie gut sitzende Badekleidung, also Badeanzug, Bikini oder eine eng anliegende Badehose ohne weite Beine, damit nichts scheuert oder Falten wirft. Kälteempfindliche Gäste ergänzen an kühleren Tagen ein dünnes Funktionsshirt aus Synthetik oder Merinowolle, das auch im nassen Zustand isoliert. Baumwolle scheidet dagegen aus, weil ein durchnässtes Baumwollshirt dem Körper Wärme entzieht statt sie zu halten. Für die Zeit nach der Tour empfehlen wir trockene Wechselkleidung, warme Socken, eine Kleinigkeit zu essen und ein großes Handtuch im Gepäck, denn das Umziehen findet beim Outdoor-Sport im Freien statt. Eigene Neoprenteile musst Du für unsere geführten Touren nicht anschaffen und auch keine Gedanken an Größen, Modelle oder Pflege verschwenden, da die komplette Spezialausrüstung im Tourpreis enthalten ist und von uns gewartet wird; unser Sicherheitskonzept nach ISO 21101 schließt die Materialpflege ausdrücklich ein. Erfahrene Canyonisten, die eigenständig unterwegs sind, finden passende Ausrüstung zum Mieten in unserem Canyoning-Ausrüstungsverleih in Sonthofen.
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