Eine Schlucht bietet keinen Notausgang, und genau deshalb entscheidet professionelle Vorbereitung über die Sicherheit jeder Canyoning-Tour. Der größte Teil unserer Sicherheitsarbeit steckt in der Prävention: Tourenplanung, Wetter- und Wasserstandsbewertung vor jedem Start, ausführliche Briefings, Abseilübungen im Trockenen und ein Betreuungsverhältnis von maximal acht Gästen pro Guide. Für den seltenen Ernstfall greifen eingeübte Abläufe, getragen von verbandsgeprüften Guides, Erste-Hilfe-Ausrüstung auf jeder Tour und einem Safety-Management-System nach ISO 21101 für Adventure Tourism. Auf dieser Seite legen wir transparent dar, wie Prävention und Notfallmanagement bei purelements ineinandergreifen und welchen Beitrag Du selbst leisten kannst.
Prävention: der beste Notfall ist der verhinderte
Verhindern beginnt bei der Planung, denn jede Tour wird von unseren Guides anhand von Wetterprognosen, Niederschlagsdaten und aktuellem Wasserstand bewertet; fällt diese Bewertung negativ aus, findet die Tour nicht statt, und diese Entscheidung kommunizieren wir offen und ohne Ausflüchte. Dahinter stehen über 25 Jahre Gebietserfahrung in den Schluchten des Allgäus und der angrenzenden Alpenregionen, denn Gewässer wie die Starzlach am Grünten reagieren auf Niederschlag im Einzugsgebiet, und diese Reaktionen richtig zu lesen, ist gelerntes Handwerk. Vor dem Einstieg folgt das ausführliche Briefing mit Verhaltensregeln für Wasser und Fels sowie die Abseilübung im Trockenen, damit jede Technik sitzt, bevor sie gebraucht wird. Während der Tour behält der Guide dank des Betreuungsverhältnisses von maximal 1:8 jede Person im Blick, wählt Passagen nach Tagesform der Gruppe und nutzt Alternativen, wo einzelne Gäste an Grenzen kommen; Zeitdruck als Risikofaktor existiert bei uns nicht. Die Grundlagen dieser Arbeitsweise dokumentiert unsere Seite zum zertifizierten Sicherheitskonzept im Detail.
Der Ernstfall: Abläufe, Ausbildung und Deine Rolle
Tritt trotz aller Prävention ein Zwischenfall ein, etwa eine Verstauchung oder ein Kreislaufproblem, greifen definierte Abläufe. Der Guide versorgt die betroffene Person mit der mitgeführten Erste-Hilfe-Ausrüstung, sichert parallel die Gruppe an einem geschützten Standort und entscheidet über das weitere Vorgehen, das von der begleiteten Fortsetzung über einen vorgezogenen Ausstieg bis zur Alarmierung der Bergrettung reicht. Vorbereitet sind unsere Guides darauf durch ihre Verbandsausbildung, die Seiltechnik, Rettungstechniken, Meteorologie und Kommunikation umfasst und durch regelmäßige Fortbildungen aktuell gehalten wird; unser Gründer Thomas Waibel bildet seit Jahren selbst weltweit Canyoning-Guides aus. Den organisatorischen Rahmen liefert das Safety-Management-System nach ISO 21101, das Notfallpläne dokumentiert und extern überprüfen lässt, ergänzt durch den Versicherungsschutz, der zu jeder unserer Touren gehört. Dein eigener Beitrag bleibt überschaubar und wichtig zugleich: ehrliche Angaben zu Gesundheit, Fitness und Schwimmfähigkeit, Nüchternheit am Tourtag und das Befolgen der Anweisungen. Regelungen für Absagen und Umbuchungen im Vorfeld erläutern die Buchungsinfos zu allen Touren.
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